Angebote zu "Lage" (10 Treffer)

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Freiland - Der Film zur Lage der Nation
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Niels hat die Schnauze voll. Eurobonds, Bankenrettung, Staatsbankrott, Korruption und Kapitalismus - das ganze Elend geht Niels gehörig gegen den Strich. Er beschließt, der Bundesrepublik Deutschland den Rücken zu kehren. Allerdings ohne das Land zu verlassen. Vom Untergangs-Propheten Christian Darré unterstützt, gelingt es ihm, seinen zunächst verrückt anmutenden Plan in die Tat umzusetzen. Mit einer Handvoll Verbündeter gründet er vor den Toren Berlins einen eigenen Staat. Mit eigenen Ministern, eigenem Radio und fragwürdigen Ideen zur Bekämpfung des demographischen Wandels. Die sich selbstverwaltende Kommune bleibt nicht lange unbemerkt.

Anbieter: Maxdome
Stand: 11.07.2019
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Fußball unterm gelben Stern
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Fußball ´´im Wartesaal des Todes´´: Die NS-Propaganda stellte das Lager Theresienstadt, nördlich von Prag gelegen, als ´´jüdisches Siedlungsgebiet´´ dar. Tatsächlich war es eine Zwischenstation zur Deportation in die Vernichtungslager. Schwer vorstellbar - aber es gab dort über zwei Jahre eine Fußballiga auf hohem Niveau und mit großen Zuschauerzahlen. Das von der jüdischen Selbstverwaltung im Lager organisierte Kultur- und Sportleben lässt sich nicht als Ablenkungsaktion der NS-Propaganda abtun. Überlebende betonten immer wieder, dass Fußballspielen oder Zuschauen einen ´´Augenblick der Menschlichkeit´´ darstellte, in dem man sich als Individuum habe fühlen können. Frantisek Steiner verfasste unter Mitarbeit von Zeitzeugen eine berührende Geschichte des Fußballs im Lager Theresienstadt. Stefan Zwicker hat sie übersetzt, ausführlich erläutert, ergänzt und mit einem Kommentar in den Stand der Forschung eingeordnet. Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis, wie der Fußball Mut zum Weiterleben machen konnte.

Anbieter: buecher.de
Stand: 16.07.2019
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Als die Juden nach Deutschland flohen
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Deutschland nach 1945 - jüdisches Leben im Land der Täter Wer weiß schon, dass nach dem Zweiten Weltkrieg 300.000 Juden nach Deutschland flohen und als Überlebende der Schoah in DP-Lagern (für ´´Displaced Persons´´, also Entwurzelte, Staatenlose) unter dem Schutz der Alliierten ein neues Leben begannen? 1946/47 flüchteten, ausgelöst durch antisemitische Exzesse, 300.000 osteuropäische Juden, besonders aus Polen, ausgerechnet ins Land der Täter. Vor neuer Verfolgung retteten sie sich zumeist in die amerikanische Zone. Die DPs kamen keineswegs, um hier auf Dauer zu bleiben, sondern glaubten sich nur auf der Durchreise nach Palästina. Ein großer Teil zog schließlich nach der Staatsgründung Israels 1948 dorthin weiter, viele auch in die USA. Das Camp Föhrenwald als letztes der weit über hundert DP-Lager schloss erst Anfang 1957. Der rote Faden des Buches ist das Schicksal der Lea Waks. In Lodz geboren, überlebte sie das dortige Ghetto. 1946 verließ sie Polen mit ihrer Familie panikartig. Zunächst lebte Lea im DP-Lager Ziegenhain in Hessen, dann mit ihrem Mann Aron und zwei Söhnen in verschiedenen Camps. Diese Lager wurden in Selbstverwaltung geführt, mit allen Elementen traditionellen osteuropäischen Judentums, Synagogen, Schulen, Ausbildungsstätten, Theatern - eben jene Schtetl-Kultur, die Joseph Roth so meisterlich beschrieben hat. Für die Familie Waks dauerte die Lagerzeit allerdings ein ganzes Jahrzehnt. 1957 nahm sie die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf auf, wo sie drei Jahrzehnte als Textilkaufleute lebten.

Anbieter: buecher.de
Stand: 16.07.2019
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Hans Krása - ´Brundibár´ (eBook, PDF)
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Inhaltsangabe:Einleitung: Während einer Reise nach Krakau im Jahre 1994 besuchte ich das in der Nähe liegende Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und stieß dort auf Berichte und Photographien von musizierenden Häftlingen. Von diesen Eindrücken angeregt beschloß ich, mich näher mit dem Phänomen von Musik in Konzentrationslagern auseinanderzusetzen. Ich war erstaunt, wie verbreitet das Musizieren in den Lagern war. Besonders faszinierte mich das außergewöhnlich reichhaltige kulturelle Leben Theresienstadts. Mich verwunderte, daß dort Werke aufgeführt wurden, die von den Nationalsozialisten verboten waren oder Kritik an den Deutschen zum Ausdruck brachten, wie auch die Kinderoper ´´Brundibár´´, die in Theresienstadt fünfundfünfzigmal mit großem Erfolg gespielt wurde. Warum entstand gerade in Theresienstadt ein so vielfältiges kulturelles Angebot? Wie kam es dazu, daß in einem Konzentrationslager Werke zur Aufführung kamen, die in den übrigen Gebieten desDritten Reiches nicht gespielt werden durften, weil sie jüdischen Ursprungs waren oder zur ´´entarteten Kunst´´ gezählt wurden? Gang der Untersuchung: Zur Beantwortung dieser Fragen gebe ich zunächst einen kurzen Überblick über die Entstehung des Konzentrationslagers Theresienstadt und stelle die Bedingungen für die dort inhaftierten Menschen dar, da sich die Bedingungen in Theresienstadt von den Zuständen in anderen Konzentrationslagern unterschieden: Theresienstadt war als Musterlager konzipiert und wurde von den Nationalsozialisten zu propagandistischen Zwecken eingesetzt. Einige Besonderheiten Theresienstadts, wie z. B. die Freizeitgestaltung und die Selbstverwaltung, haben das kulturelle Leben in diesem Lager erst ermöglicht und sind nur aufgrund der Sonderstellung Theresienstadts zu erklären. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Frage, welche Möglichkeiten der Musikausübung in anderen Konzentrationslagern bestanden. Dabei erschien mir die Unterscheidung zwischen befohlenem und freiwilligem Musizieren bzw. Musikkonsum wichtig, da sich die Bedeutung der Musik für die Häftlinge dadurch wesentlich veränderte: Musik hatte je nach Anlaß und Situation positiven oder negativen Einfluß auf die Gefangenen. Die Darstellung des Musiklebens in anderen Lagern hielt ich für notwendig, um das Musikleben in Theresienstadt mit der Situation in den übrigen Lagern vergleichen und die Sonderstellung Theresienstadts hinsichtlich seines Musikangebots herausarbeiten zu können. Aufgrund des anders gelagerten Verhältnisses von befohlener und freiwilliger Musik hatte die Musik in Theresienstadt einen anderen Stellenwert für die Häftlinge als in anderen Lagern und war oft Lebenshilfe für die Häftlinge, woraus sich u. a. auch der Erfolg von ´´Brundibár´´ erklärt. In den Kapiteln 3.1 meiner Arbeit stelle ich die Autoren von ´´Brundibár´´, den Komponisten Hans Krása und den Verfasser des Librettos, Adolf Hoffmeister, vor. Ich schildere die Entstehung der Oper, ihren Weg ins Konzentrationslager Theresienstadt und die dortigen Aufführungen.Dabei gehe ich auch auf den Inhalt der Kinderoper ein, um das Verständnis der folgenden Kapitel zu erleichtern, in denen mir eine Kenntnis der Thematik notwendig erscheint. Bei meinen Nachforschungen über Hans Krása trat das Problem auf, daß mir nur wenig Literatur über seine Biographie und seinen Kompositionsstil zur Verfügung stand. Beispielsweise verzögerte sich die Herausgabe eines Buches von Blanka Cervinková über den Komponistenbis heute, so daß ich diese Quelle nicht nutzen konnte. So habe ich selbst versucht, in der Analyse charakteristische Kompositionstechniken Krásas zu erarbeiten. Eine vollständige Analyse der Oper würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Daher habe ich anhand von Beispielen wiederkehrende Prinzipien im Kompositionsstil Krásas aufgezeigt. Mir erschien es teilweise sinnvoll, die Notenbeispiele direkt in den Text einzubeziehen, wenn es sich um kurze Abschnitte handelt. Für längere Passagen verweise ich auf die Partitur, die sich im Anhang befindet. Ebenso habe ich eine Aufnahme der gesamten Oper beigelegt, um einen Gesamteindruck zu ermöglichen. Zur Zeit ist eine Wiederbelebung von Theresienstädter Kompositionen, unter anderem auch des ´´Brundibár´´, zu beobachten. Im fünften Abschnitt meiner Arbeit untersuche ich die Frage, warum eine Einstudierung dieser Kinderoper heute noch für Kinder sinnvoll sein kann. Inhaltsverzeichnis: Vorwort1 I.Theresienstadt - Historischer Hintergrund 1.1Die Entstehung Theresienstadts und seine

Anbieter: buecher.de
Stand: 16.07.2019
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In polnischer Gefangenschaft
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Den deutschen Kriegsgefangenen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs in die Hände der Westalliierten gerieten, erging es mehrheitlich nicht allzu schlecht. Weitaus schlimmer traf es diejenigen, die in sowjetische oder polnische Hände fielen. Die vorliegende Monographie - im Original 2001 erschienen - behandelt auf einer breiten Quellengrundlage erstmals das Schicksal der etwa 50.000 deutschen Kriegsgefangenen in Polen. Dieses Thema ist ebenso wie die Vertreibung und Aussiedlung der deutschen Zivilbevölkerung ein wichtiges Problem der deutsch-polnischen Beziehungen nach 1945. Der untersucht detailliert die Wege der Wehrmachtsangehörigen in die Kriegsgefangenschaft, das System der Lager in Polen (Zentrallager und sog. Grubenlager in Oberschlesien), den Arbeitseinsatz sowie Lebensumstände, Sterblichkeit und Entlassung der Kriegsgefangenen. Behandelt wird auch die Tätigkeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, die sog. Selbstverwaltung der Kriegsgefangenen (´´Antifa´´) sowie die komplizierten Beziehungen zwischen der polnischen Bevölkerung und den Gefangenen. Ein großer Teil der Quellenbestände, die der für dieses Werk ausgewertet hat, ist erst seit kurzem für die Forschung zugänglich.

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Stand: 16.07.2019
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Gefangen am anderen Ende der Welt
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Es ist heute kaum noch bekannt, dass während des Ersten Weltkriegs die Kriegsgegner England und Japan Tausende deutsche Zivilisten und Soldaten in Ostasien (Ceylon, Hongkong, Japan) und in Australien gefangennahmen. In den von England beherrschten Gebieten wurden ab 1916 alle Gefangenen nach Australien verbracht, während die vom deutschen Pachtgebiet Kiautschou - an der Ostküste Chinas gelegen - gegen die Japaner kämpfenden Soldaten nach der verlorenen Schlacht im November 1914 in verschiedenen Lagern des asiatischen Inselstaates inhaftiert wurden; davon ausgenommen waren kriegsverletzte Frontkämpfer, die gemäß Vereinbarung zwischen England und Japan zunächst nach Hongkong und dann nach Australien verfrachtet wurden. Im Hauptlager Holdsworthy, südwestlich von Sydney gelegen, befanden sich rund 7.000 Kriegsgefangene, die übrigen, im Lande verteilten Camps (zum Beispiel Rottnest Island, Bourke, Trial Bay, Langwarrin, Torrens Island, Berrima, Molonglo) waren für eine erheblich geringere Anzahl von Gefangenen ausgelegt. Die Deutschen nutzten - sowohl in Japan als auch in Australien - die Zeit und entwickelten viele kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten. Einen großen Raum nahm das Theaterspiel ein, es bildeten sich Orchester, Sprachgemeinschaften und auch der Sport kam nicht zu kurz. In einigen Camps wie zum Beispiel im Hauptlager Bando in Japan, aber vor allem auch in Holdsworthy in Australien blühte der ´Handel´, indem die Internierten innerhalb des Lagers kleine ´Geschäfte´ (Bäckerei, Fleischwarenfabrik, Zigarrengeschäft, Café) ´eröffneten´ oder ihre Dienste anboten entsprechend ihren Fähigkeiten (Wäscherei, Rasiersalon, Fotogeschäft, Brausebadeanstalt), was den Akteuren ein kleines Zubrot einbrachte und zur Selbstverwaltung und -versorgung beitrug. Die von Gefangenen selbst hergestellten Lagerzeitungen bedeuteten Unterhaltung, eine wertvolle Informationsquelle und Hilfe in verschiedenen Lebenslagen, da sie ja von der Außenwelt abgeschnitten waren. Anders als ihre Landsleute im Deutschen Reich genossen sie - fern der Heimat - ein relativ sorgenfreies Leben.

Anbieter: buecher.de
Stand: 16.07.2019
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Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen (eBook,...
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Dieses eBook wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert. Die Ausgabe ist mit interaktiven Inhalt und Begleitinformationen versehen, einfach zu navigieren und gut gegliedert. Max Weber (1864-1920) war ein deutscher Soziologe, Jurist und Nationalökonom. Er gilt als einer der Klassiker der Soziologie sowie der gesamten Kultur- und Sozialwissenschaften. Global wird Webers Werk übergreifend von verschiedenen politischen und wissenschaftstheoretischen Lagern anerkannt. Er nahm mit seinen Theorien und Begriffsdefinitionen großen Einfluss auf die Wirtschafts-, die Herrschafts- und die Religionssoziologie sowie auf weitere spezielle Soziologien. Außerdem ist das Prinzip der Wertneutralität auf ihn zurückzuführen. Er wird neben Émile Durkheim als Begründer der Religionssoziologie betrachtet. Inhalt: Konfuzianismus und Taoismus Soziologische Grundlagen: Stadt, Fürst und Gott Soziologische Grundlagen: Feudaler und präbendaler Staat Soziologische Grundlagen. Verwaltung und Agrarverfassung Soziologische Grundlagen: Selbstverwaltung, Recht und Kapitalismus Der Literatenstand Die konfuzianische Lebensorientierung Orthodoxie und Heterodoxie (Taoismus) Resultat: Konfuzianismus und Puritanismus Theorie der Stufen und Richtungen religiöser Weltablehnung Hinduismus und Buddhismus Das hinduistische soziale System Die orthodoxen und heterodoxen Heilslehren der indischen Intellektuellen Die asiatische Sekten- und Heilandsreligiosität Das antike Judentum Die israelitische Eidgenossenschaft und Jahwe Die Entstehung des jüdischen Pariavolkes Die Pharisäer

Anbieter: buecher.de
Stand: 20.07.2019
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Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuz...
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Dieses eBook: ´´Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus + Hinduismus und Buddhismus + Das antike Judentum + Die Pharisäer (Vollständige Ausgabe)´´ ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Max Weber (1864-1920) war ein deutscher Soziologe, Jurist und Nationalökonom. Er gilt als einer der Klassiker der Soziologie sowie der gesamten Kultur- und Sozialwissenschaften. Global wird Webers Werk übergreifend von verschiedenen politischen und wissenschaftstheoretischen Lagern anerkannt. Er nahm mit seinen Theorien und Begriffsdefinitionen großen Einfluss auf die Wirtschafts-, die Herrschafts- und die Religionssoziologie sowie auf weitere spezielle Soziologien. Außerdem ist das Prinzip der Wertneutralität auf ihn zurückzuführen. Er wird neben Émile Durkheim als Begründer der Religionssoziologie betrachtet. Inhalt: Konfuzianismus und Taoismus Soziologische Grundlagen: Stadt, Fürst und Gott Soziologische Grundlagen: Feudaler und präbendaler Staat Soziologische Grundlagen. Verwaltung und Agrarverfassung Soziologische Grundlagen: Selbstverwaltung, Recht und Kapitalismus Der Literatenstand Die konfuzianische Lebensorientierung Orthodoxie und Heterodoxie (Taoismus) Resultat: Konfuzianismus und Puritanismus Theorie der Stufen und Richtungen religiöser Weltablehnung Hinduismus und Buddhismus Das hinduistische soziale System Die orthodoxen und heterodoxen Heilslehren der indischen Intellektuellen Die asiatische Sekten- und Heilandsreligiosität Das antike Judentum Die israelitische Eidgenossenschaft und Jahwe Die Entstehung des jüdischen Pariavolkes Die Pharisäer

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Stand: 20.07.2019
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Beiträge der Reichssektion Gesundheitswesen im ...
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pflegewissenschaften, Note: 1,3, Fachhochschule Münster (Fachbereich Pflege), 126 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Beiträgen der freien Gewerkschaft ,Reichssektion Gesundheitswesen im Verband- der Gemeinde- und Staatsarbeiter´ zur Verberuflichung und beginnenden Professionalisierung der Pflege in Deutschland im Zeitraum der Weimarer Republik zwischen 1918 und 1933. Die Beurteilung der Gewerkschaftsarbeit und der Entwicklung der Pflege geschieht unter Rückgriff auf die gesellschaftlichen und politischen Umwälzungsprozesse der historischen Epoche sowie auf die gesetzliche und gesellschaftliche Ausgangslage zum Ende des Kaiserreiches im Jahr 1918. Die Reichssektion entwickelte sich nach 1918 zur mitgliederstärksten Organisation im Gesundheitswesen, in der männliche Pflegekräfte überproportional vertreten waren. Die Erfolge der Gewerkschaftsarbeit lagen insbesondere im Bereich der Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Erwerbs- und Versorgungschancen, was ein wichtiger Indikator für eine Verberuflichung der Pflege ist. Eine Verwissenschaftlichung und Akademisierung der Pflege konnte und wollte die Gewerkschaft nicht verwirklichen. Die bestehenden Ansätze einer beruflichen Selbstverwaltung durch die Oberinnen wurden vehement abgelehnt und bekämpft, was eine Tendenz zur Deprofessionalisierung darstellt. Insgesamt sind gegenläufige Tendenzen der Professionalisierung und der Deprofessionalisierung feststellbar. Die Gewerkschaft sah sich nicht als Berufsorganisation der Pflege, sondern als Betriebsorganisation für alle im Gesundheitswesen beschäftigten Arbeitnehmer. Auch aus diesem Grund konnte sie eine Professionalisierung der Pflege trotz belegbarer Ansätze nicht vollenden. Das hauptsächliche Hemmnis einer Professionalisierung der Pflege zwischen 1918 und 1933 war die Zersplitterung der Pflege und die Uneinigkeit ihrer Interessensvertreter. Die Ursachen für diese Unvereinbarkeit der Positionen zwischen der Ordenspflege, den freien bürgerlichen Schwestern und den gewerkschaftlich organisierten Pflegenden liegen in den gesellschaftlichen Traditionen des 19. Jahrhunderts begründet. Die junge Weimarer Republik vermochte die Abgrenzung zwischen den gesellschaftlichen Klassen des Kaiserreiches nicht aufzulösen. In der Pflege entstand eine Mischung aus Klassen- und Geschlechterkampf. Die Berufsethik und die berufliche Anerkennung standen im Spannungsverhältnis zwischen christlich geprägter Aufopferungsbereitschaft und einer professionellen am Gemeinwohl orientierten Berufsethik.

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Stand: 16.07.2019
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